Früher habe ich nie gefrühstückt. Mit knurrendem Magen habe ich mich auf das Mittagessen gefreut. Der Hunger war dann allerdings oft so groß, dass ich mehr aß, als mir guttat. Danach war ich zwar satt, fühlte mich aber häufig müde und energielos. Damals machte ich mir noch keine Gedanken darüber, was mein Körper eigentlich brauchte.

Vielleicht erkennst du dich darin wieder. Viele Menschen verzichten aus ganz unterschiedlichen Gründen auf das Frühstück. Manchen fehlt morgens die Zeit, andere haben Angst vor Kalorien oder bekommen einfach noch nichts herunter. Und wieder andere kümmern sich zuerst um alle anderen und vergessen dabei sich selbst.

Erst als Ayurveda in mein Leben kam, entdeckte ich das Frühstücken für mich ganz neu. Anfangs war das gar nicht so leicht. Ich musste mich erst daran gewöhnen, morgens überhaupt etwas zu essen. Mit der Zeit merkte ich, wie gut mir das warme Ayurveda-Frühstück tat.

Ich war ausgeglichener und hatte morgens deutlich mehr Energie. Der große Heißhunger blieb aus und ich konnte mein Mittagessen viel bewusster genießen.

Was macht ein Porridge eigentlich zu einem Ayurveda-Frühstück?

Ein ayurvedisches Porridge ist viel mehr als warme Haferflocken.

Im Ayurveda wird nicht nur darauf geachtet, was wir essen, sondern auch, was unser Körper gerade braucht. Nicht jedes Getreide passt zu jedem Menschen oder zu jeder Lebensphase. Manchmal braucht dein Körper etwas Nährendes und Aufbauendes, manchmal etwas Leichtes und Entlastendes.

Auch die Gewürze spielen dabei eine wichtige Rolle. Sie können dein Porridge wärmender oder milder machen und deine Verdauungskraft unterstützen. Oft reichen schon kleine Veränderungen, um dein Frühstück besser an deine Bedürfnisse anzupassen.

Für den Vata-Typen ist ein warmes, cremiges und nährendes Porridge meist der ideale Ausgleich. Weizen- oder Haferflocken, etwas Ghee und wärmende Gewürze wie Zimt, Kardamom oder Vanille sind dafür eine schöne Grundlage.

Der Pitta-Typ mag es etwas milder. Hafer- oder Dinkelflocken sind dafür eine gute Wahl. Fenchel oder Kardamom geben dem Porridge eine angenehme Frische.

Der Kapha-Typ fühlt sich meist mit einer leichteren Variante wohl. Hirse oder Buchweizen bilden eine gute Grundlage. Mit Wasser zubereitet wird das Porridge weniger schwer. Etwas Ingwer oder Zimt bringt wohltuenden Schwung in den Morgen.

Ganz gleich, für welche Variante du dich entscheidest: Gedünstetes Obst macht das Porridge bekömmlicher. Mit etwas Mandel- oder Nussmus, Ghee sowie Hanf- oder Leinsamen kannst du dein Frühstück ganz nach deinem Geschmack ergänzen. So wird es nicht nur abwechslungsreich, sondern liefert dir außerdem wertvolle Ballaststoffe, gesunde Fette und pflanzliches Eiweiß.

Probiere einfach aus, was dir gut bekommt und womit du dich nach dem Frühstück wirklich wohlfühlst.

Mein persönlicher Tipp

Ich habe mir eine kleine Porridge-Gewürzmischung vorbereitet. So muss ich morgens nicht jedes Gewürz einzeln aus dem Schrank holen. Während mein Porridge in Ruhe quillt, dünste ich das klein geschnittene Obst zusammen mit Nüssen, Samen oder Kernen an. So ist mein Frühstück schnell fertig und ich spare morgens ein paar Handgriffe.

Ein Ort zum Ankommen – ein Impuls zum Weitergehen

Heute weiß ich, dass es nicht nur das Frühstück war. Es war die Zeit, die ich mir am Morgen geschenkt habe. Die Wärme, die mein Körper bekommen hat. Und das schöne Gefühl, achtsam mit mir umzugehen.

Ich wünsche dir viele kleine Momente, die dir guttun.

Claudia Enders

Als zertifizierte Ayurveda-Ernährungs- & Gesundheitsberaterin sowie Farb- & Stilberaterin verbinde ich mit VayurVarna zwei Leidenschaften, die mich seit vielen Jahren begleiten: Ayurveda und die Freude an Farben – für ein inneres und äußeres Wohlbefinden.

Mehr über meinen Weg und die Geschichte hinter VayurVarna erfährst du auf meiner Über-mich-Seite.

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